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Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe im Garten in Niederösterreich
Planungshilfe für Hausbesitzer

Wärmepumpe fürs Einfamilienhaus: richtig planen, passend auswählen

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus, wie viel Leistung braucht sie und was kostet sie im Betrieb? Hier finden Sie die Antworten Schritt für Schritt, mit Richtwerten und Quellen. Wenn Sie so weit sind, holen Sie über uns bis zu drei Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region ein.

  • Für Neubau und Bestand
  • Bis zu 3 Angebote
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Planung

Wärmepumpe für das Einfamilienhaus: fünf Fragen vor dem Kauf

Eine Wärmepumpe fürs Einfamilienhaus wird nach der Heizlast des Gebäudes ausgelegt, nicht nach der Wohnfläche allein. Dazu kommen die Wahl der Wärmequelle, der Aufstellort, das Warmwasser und die Frage, ob Photovoltaik mitgeplant wird.

1. Wie groß ist die Heizlast?

Sie wird nach ÖNORM EN 12831 bzw. ÖNORM H 7500-3 berechnet. Laut Energieinstitut erhöht ein zu großes Gerät die Kosten und senkt Effizienz und Lebensdauer.

2. Luft, Erde oder Grundwasser?

Luft braucht keine Bohrung. Erdwärme und Grundwasser arbeiten effizienter, kosten aber in der Erschließung und brauchen ein wasserrechtliches Verfahren.

3. Wo steht das Gerät?

Außengerät mit Abstand zu Schlafräumen und Nachbargrenze, innen Platz für Speicher und Hydraulik. Im Reihenhaus oft der knappste Punkt.

4. Wie viel Warmwasser?

Personen im Haushalt, Badewanne oder Dusche: Der Warmwasserbedarf bestimmt die Speichergröße und einen Teil des Jahresverbrauchs.

5. Kommt Photovoltaik dazu?

Eine PV-Anlage kann einen Teil des Wärmepumpenstroms liefern, besonders im Sommerhalbjahr. Planen Sie beides gemeinsam, wenn möglich.

Und die Förderung?

Beim Tausch einer fossilen Heizung zahlt der Bund 2026 eine Pauschale. Beim Neubau greift dieses Programm nicht.

Systeme

Wärmepumpen für Einfamilienhäuser im Überblick

Gerätepreise ohne Installation laut Bosch Österreich (Herstellerangabe), Effizienz laut klimaaktiv. Stand Oktober 2026.

SystemGerät ohne EinbauJahresarbeitszahlBesonderheit
Luft-Wasser (Split)ca. € 14.000 bis 15.000ca. 3 bis 4Kältemittelleitungen ins Haus, Montage durch Kältetechnik-Fachkraft
Luft-Wasser (Monoblock)ca. € 18.000 bis 19.000ca. 3 bis 4Kältekreis im Außengerät, nur Wasserleitungen ins Haus
Sole-Wasser (Erdwärme)ca. € 18.000Ziel ab 4Tiefensonde oder Flächenkollektor, Bohrbonus nur bei neuer Sonde
Wasser-Wasser (Grundwasser)ca. € 19.000 bis 20.000bis 6Zwei Brunnen, Bewilligung nach Wasserrecht nötig

Jahresarbeitszahl für Luft und Grundwasser laut klimaaktiv (2023); für Erdreich als Empfehlung des OÖ Energiesparverbands.

Ratgeber

Alles zur Wärmepumpe im Einfamilienhaus

Die Detailseiten führen Sie von der Leistungsberechnung bis zum Angebot.

Nachrüsten

Vom Öl- oder Gaskessel zur Wärmepumpe: Voraussetzungen und Ablauf im Bestand.

Wärmepumpe nachrüsten
Gut zu wissen

Neubau oder Bestand: was für Ihr Einfamilienhaus gilt

Im Neubau ist die Wärmepumpe der Regelfall

Seit 29.2.2024 verbietet das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in neuen Gebäuden Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können, auch Gas. Für ein neues Einfamilienhaus ist die Wärmepumpe deshalb meist die naheliegende Wahl. Mit Fußbodenheizung und guter Dämmung reicht oft eine kleine Leistung. Eine Tauschpflicht für bestehende Heizungen enthält das Gesetz nicht.

Im Bestand entscheidet die Vorlauftemperatur

Wer einen alten Kessel ersetzt, sollte zuerst klären, wie warm das Heizwasser für die vorhandenen Heizkörper sein muss. Reichen auch im tiefsten Winter 55 °C, passt das Haus laut klimaaktiv gut zur Wärmepumpe, und genau diese Grenze verlangt auch die Bundesförderung. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt die Seite Wärmepumpe im Einfamilienhaus nachrüsten.

Schall und Nachbarschaft

Für moderne Luft-Wärmepumpen nennt der Klima- und Energiefonds 40 bis 60 dB(A) Schallleistung am Gerät; am Nachbarhaus sind typischerweise unter 35 dB(A) zu erwarten. Im Einfamilienhausgebiet mit engen Abständen lohnt es sich trotzdem, den Aufstellort früh mit dem Fachbetrieb zu planen und die Nachbarn zu informieren.

Förderung für die Wärmepumpe im Einfamilienhaus

Ersetzt eine Wärmepumpe Ihre Öl-, Gas- oder Kohleheizung, stehen Ihnen beim Bund (Neuauflage Kesseltausch 2026) € 5.000 pauschal zu. Wird dafür neu gebohrt oder ein Brunnen gebaut, legt er € 5.000 drauf, eine thermische Solaranlage ab 6 m² bringt weitere € 2.500. Registrieren können Sie sich zwischen 2. November und 31. Dezember 2026, förderfähig sind Leistungen ab dem 7. Oktober 2026 (Stand Oktober 2026). Die Runde 2027 beginnt laut Ankündigung am 4. Jänner 2027, dann mit Antragstellung vor der Umsetzung.

Die Länder fördern unterschiedlich. Niederösterreich etwa unterstützt den Heizungstausch nicht mit einem Pauschalbetrag, sondern im Rahmen der Eigenheimsanierung über einen Annuitätenzuschuss. Fragen Sie die Energieberatung Ihres Bundeslandes nach den aktuellen Konditionen.

Hinweis: WärmepumpeEinfamilienhaus.at liefert Informationen und vermittelt Anfragen, führt aber keine Installationen durch. Planung, Einbau und Gewährleistung übernimmt allein der Betrieb, den Sie auswählen.
Ablauf

Vom Hausdatenblatt zum Angebot

So läuft eine Anfrage über WärmepumpeEinfamilienhaus.at ab.

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Wohnfläche, Baujahr, bisherige Heizung und Wünsche wie Photovoltaik oder Kühlung eintragen.

Bis zu 3 Fachbetriebe

Sie stimmen zu, dann erhalten bis zu drei geeignete Betriebe in Ihrer Nähe die Anfrage.

Besichtigung

Der Betrieb sieht sich Haus, Heizraum und Aufstellort an und klärt die Heizlast.

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Sie vergleichen Gerät, Leistung, Einbau und Preis und entscheiden in Ruhe.

FAQ

Häufige Fragen zur Wärmepumpe im Einfamilienhaus

Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Mit Einbau liegt ein Einfamilienhaus laut Bosch Österreich bei etwa € 20.000 bis 40.000; der Klima- und Energiefonds kalkuliert eine Luft-Wasser-Anlage mit rund € 23.000. Davon geht beim Umstieg von einer fossilen Heizung die Bundesförderung ab (Stand Oktober 2026). Eine Aufschlüsselung finden Sie unter Kosten fürs Einfamilienhaus.

Wie viel kW Wärmepumpe für 150 qm?

Das hängt vom Zustand des Hauses ab. Eine deutsche Anbieterquelle nennt für 150 m² ca. 18 bis 22 kW unsaniert, 10 bis 14 kW teilsaniert und 9 bis 12 kW saniert; ein gut gedämmter Neubau kann mit rund 6 kW auskommen. Verbindlich ist nur eine Heizlastberechnung für Ihr Haus.

12 kW Wärmepumpe für wie viel m²?

Rechnet man mit den Richtwerten pro m² aus Deutschland, reichen 12 kW in einem sanierten Haus für ca. 150 bis 200 m², in einem unsanierten nur für ca. 80 bis 100 m² (eigene Rechnung). Mehr dazu unter Wärmepumpe Leistung im Einfamilienhaus.

Wie hoch ist der Stromverbrauch eines Einfamilienhauses mit Wärmepumpe pro Tag?

Im Jahresmittel braucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Beispiel von Bosch Österreich im Neubau rund 7,8 kWh pro Tag, im Altbau rund 15,7 kWh (eigene Umrechnung der Jahreswerte). An kalten Wintertagen liegt der Verbrauch deutlich darüber, im Sommer weit darunter.

Wie viel Photovoltaik brauche ich für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe?

klimaaktiv nennt für Einfamilienhäuser eine wirtschaftliche Größe von ca. 5 bis 10 kWp, das entspricht etwa 25 bis 55 m² Dachfläche. Die Photovoltaik deckt vor allem im Sommerhalbjahr einen Teil des Stroms, etwa für das Warmwasser am frühen Nachmittag.

Gibt es eine Förderung für die Wärmepumpe im Einfamilienhaus?

Ja. Ersetzen Sie eine fossile Heizung, zahlt der Bund im Rahmen der Neuauflage Kesseltausch 2026 einen Pauschalbetrag von € 5.000, je nach Anlage auch € 5.000 Bohrbonus und € 2.500 Solarbonus. Registriert wird vom 2.11. bis 31.12.2026 (Stand Oktober 2026). Für Neubauten gilt das Programm nicht.

Was kostet die Wärmepumpe für Ihr Haus?

Geben Sie Ihre Hausdaten ein. Bis zu drei Betriebe aus Ihrem Umkreis schicken Ihnen ein Angebot. Kostenlos und unverbindlich.

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